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Starke Leistung wird nicht belohnt!

Alte Herren Icon 640 x 48013.9.: Moselkern - TSV Lay 2:1

Ja wo laufen sie denn? Oder besser gesagt, wer kann überhaupt laufen? So oder so ähnlich kreisten die Gedanken wohl bei Teamchef Itz an diesem ungemütlichen und verregneten Mittwochabend irgendwo im Nirgendwo, abseits im Seitental unserer geliebten Mosel. Aus Platztechnischen Gründen wurde das Spiel vom durchtränkten Rasen auf den Boden der Hartpatztatsachen nach Müden verlegt. Müden?! Ja richtig nicht etwa Moselkern, sondern, Müden. Ein verträumtes Weinörtchen an der Mosel dessen Platz nach steilem und sehenswerter Weinbergsteillagentour zu erreichen war. Damit waren die Leutcher wohl die erste Layer Mannschaft, die hier ihre Spuren hinterlassen durfte. Leider waren es wenige Layer, die dazu Gelegenheit hatten. Während in so manchem Spiel an die 20 gestählte Athleten das schwarz-gelbe Trikot überstreiften, fanden sich an diesem Abend nur wenige zum Kick moselaufwärts ein. Hinzu kamen noch der ein oder andere mürrisch und enttäuscht dreinschauende Layer Ultra - Anhänger, der auf seine heiß geliebte und ersehnte Auswärtsbratwurst verzichten musste. Vor dem Spiel beim Umziehen wurde die obligatorische "9" Frage ohne Ergebnis nochmals versucht zu lösen und noch die "T- Frage" klärte, nein nicht die Torwartfrage, die stellt sich natürlich nicht, Katze Werner ist und bleibt der Mann zwischen den Pfosten. Nein liebe Leser, "T"- steht für Tennenplatz und man ging hier dem Bildungsauftrag nach, um in tiefsinnigen Dialogen zu erklären, dass Tenne kein italienisches Nudelgericht in schräger zylindrischer Form ist, sondern vielmehr ein Belag der beim Sportplatzbau Verwendung findet. Tennen bestehen aus einem mineralischen Korngemisch ohne Bindemittel. Sie sind wasserdurchlässig und mehrschichtig aufgebaut. Der mehrschichtig aufgebaute Platz ist wasserdurchlässig. Auf ein Erdplanum wird bei Bedarf eine Filterschicht aus z. B. einem Kies-Sand-Gemisch aufgetragen, es folgt die Tragschicht, z. B. aus einem Schotter-Splitt-Sand-Gemisch, die dynamische Schicht aus Lava oder Natur- und Haldengestein. Abschließend wird der Tennenbelag aufgebracht. Soweit so gut, wieder was gelernt - jetzt aber, "Geht´s raus und spielt Fußball!" Aufgrund der angespannten Personallage war die vom Coach ausgegebene Marschrichtung gegen den spielstarken Gegner also "konsequente Unberechenbarkeit" und dies nicht nur im eigenen Zusammenspiel, sondern auch gegen die Hausherren, um diese zu verwirren. Um es vorweg zu nehmen, es gelang recht gut, leider zuerst im Layer Strafraum. Nach ca. 13,5 Minuten klingelte es im Layer Kasten. Ein unberechenbarer Ball von außen der Marke "laues Lüftchen", prallte unberechenbar gegen die Tatze von Katze Werner und konnte anschließend nicht mehr entscheidend entschärft werden. Der heraneilende Stürmer bedankte sich artig und vollendete zum 0:1 aus Layer Sicht. Es war den Leutcher anzusehen, dass sich diese neuformierte Elf erst einmal finden musste. Die Hausherren hatten wie erwartet mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile und die Mannen in gelb- schwarz hielten mit der alten Skorpionstaktik dagegen. Wer diese nicht kennt, hier auch wieder im Sinne des Bildungsauftrags eine kurze Erklärung: Diese altbekannte Layer Fußballtaktik ist in Anlehnung an das Spinnentier gewählt, weil es vordergründig mit seinen dreigliedrigen Kieferklauen, den Chelicere und den imposanten Pedipalpen z.T. sehr. übermächtige Gegner in Schach halten und abwehren kann. Reizt man dieses niedliche Tierchen und gibt diesem Tierchen die Chance, dann kommt überfallartig das Metasoma mit Telson, also der Endstachel zum Einsatz. In Fußballsprache kurz und knapp gesagt: "Aus einer kompakt agierenden Abwehr den Gegner auskontern und netzen." Die Hausherren machten das Spiel, die Leutcher hatten die besseren Chancen, und was für welche. 100% ist hierbei weit untertrieben. Gäbe es 1000 Prozent wäre hier mindestens eine dabei gewesen. Leider Ist das Layer Outfit zu dunkel für Flutlichtspiele, sonst hätte "Rasta" Kendel sicherlich den mitlaufenden Aldi gesehen und in dieser 2:1 Situation gegen den Torhüter abgespielt. Vielleicht sollte man einmal über gelbe Hosen nachdenken. Mit der knappen Führung der Hausherren ging´s in die Pause. Viele Möglichkeiten hatte Coach Itz nicht zum Wechseln. Die gelb-schwarzen sollten aber weiterhin defensiven Zusammenhalt zelebrieren und auf den offensiven "Stachel" hoffen. Die Heimmannschaft dominierte weiter mit ihrem sicheren Passspiel die Begegnung und der TSV setzte Laydenschaft. Laufbereitschaft und Zweikampfstärke entgegen. All dieser Aufwand wurde dann auch belohnt. Nach Ballgewinn tief in der eigenen Hälfte sah der Libero des TSV Müllers Dään seine Chance und wurde mustergültig vom "Itallion Stallion", Fioretti in den Lauf bedient. So begann die Reise durch die gegnerische Hälfte bis hin zum überlegt, platzierten Schuß zum Ausgleich. Das Toreschießen scheint dem Libero wohl in letzter Zeit zu gefallen. Mit zunehmender Spielzeit schwanden die Kräfte. Es wurde ruppiger und man verlagerte physische Zweikämpfe in Richtung der verbalen, dabei immer wieder im Mittelpunkt, Mr. Dynamit, Mr. Hochspannung, der Wühler, der Ringer, der nimmermüde Verbalakrobat Macher, der gefühlt jeden Zweikampf annahm und Blessuren davon trug. Leider zeigte auch der Schiri seine Unberechenbarkeit. Während er in einer Szene seine Pfeife zum fälligen Elfer nach Foul an, natürlich Micha Macher, nicht benutzte, nahm er es dann in einer anderen Situation regelkonform sehr genau und pfiff den davoneilenden Müller Dään nach "Weg-weg- Rufen" zurück. Schade, das wären gute Chancen zum Ausgleich gewesen. So kam es wie es kommen musste. Die bis dato glänzend agierende Defensive kam in Anbetracht schwindender Kräfte einen Schritt zu spät und der Gegner zum 2:1 Siegtor. Wie ein großer fränkischer Hobbyfußballphilosoph es ausdrücken würde, "Wäre, Wäre, Fahradkette!". Egal, man war sich einig, einen großen Kampf gezeigt zu haben und muss sich nichts vorwerfen. Alle Leutcher haben an diesem Tag wahrlich ihr bestes gegeben und konnten stolz die Heimreise ins warme Sportlerheim antreten, wo es leider zum letzten Mal Pizza de la Sali gab. DANKE Sali für eine tolle Zeit, danke für viele schöne Stunden bei dir, mit dir und die leckere Verköstigung, die Leutcher müssen nun sehen, wie sie ihre kulinarischen Gelüste mittwochs stillen können.Ach ja, Fußball wird irgendwann auch noch gespielt, als nächstes am 4.10. im heroischen Nachbarschaftsmosellokalduell gegen Dieblich, Anstoß 19.30 Uhr, Layarena.

Bitte um vollzähliges Erscheinen auf und neben dem Platz.

Euer rasender Reporter

Tore:

1:0 - Halbzeit

1:1 Müller D.

2:1 - Endstand

Mit dabei waren: Werner, Müller D., Alsbach T., Heid, Funk, Göbel, Wölbert, Kendel, Fioretti, Macher, Alderath S., Kalb H.P.

 

TSV Lay Video



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